Montag, 7. August 2017

Kastanienwaschmittel Update, jetzt auch mit Duft

Ich hatte Euch ja von meinem Kastanienwaschmittel berichtet. Da hatte ich mehrere Versuche unternommen und wollte Euch nun, in einigem Abstand mal meine Erfahrungen mitteilen und einige Tipps geben, damit Ihr für die nächste Saison auch gut durchstarten könnt.

Die beste Erntezeit ist von September bis Oktober, zum Teil kann man sie auch noch bis in den November hinein finden.

Verarbeitet sie einfach in einem Dörrautomaten, wenn Ihr habt. Die gesammelten Früchte lege ich immer auf Zeitungspapier auf die Fensterbank ( nach dem Waschen !!!) so dass sie etwas Abstand zueinander haben. Anschließend gebe ich immer eine Ladung mit in den Dörrer, wenn ich den eh anwerfe.

Die getrockneten Kastanien könnt ihr nun so lassen wie sie sind und so aufbewahren. ICH wollte aber zum Einen ein Waschmittel für weiße Wäsche und eins mit Duft.

Darum ab mit den Früchten auf meinen Schreibtisch, geschält und zerkleinert wandern sie in die Passata Pflanzen. Schälen werde ich aber bei weitem nicht alle Kastanien, denn ihr glaubt nicht was DAS für eine Arbeit ist. In die Passata Flasche passt nun auch noch ein wenig Duftöl. Hier gebe ich eine sehr großzügige Portion zu den zerkleinerten Kastanien.










Da ich mir nicht sicher war ob das funktioniert habe ich einen Langzeittest durchgeführt und was soll ich sagen: Es klappt TOLL: Das Waschwasser duftet nun nach Erdbeere und ich kann Waschmittel in allen Duftrichtungen herstellen auf die ich Lust habe. Es macht so viel Spaß herum zu experimentieren. In den Passata Flaschen wird der Duft schön eingeschlossen und ich habe mich sehr gewundert, dass der auch in der fertigen Lauge nachher so gut zur Geltung kommt.

Wer es noch besser haben will, dem sei angeraten die Kastanien noch weiter zu zerkleinern. Wir machen das bei jedem Waschgang, indem wir diese in einer Tüte mit dem Hammer kleiner schlagen. Anschließend kann man die Kastanien noch in eine Kaffeemühle geben und so das Optimum aus der gesammelten Menge heraus holen.

Richtig perfekt wird die Wäsche, wenn man vor der Wäsche, also unmittelbar vor dem Waschen dann noch einige Spritzer von der Duftnote gibt.

Toller Nebeneffekt bei Teebaumöl, es wirkt antibakteriell. Leider habe ich das Problem, dass ich es überhaupt nicht gerne rieche. Man kann es aber mit einem Schuss Minze noch ein wenig frischer machen ( das nimmt den für mich leicht muffigen Geruch ) und mit Lavendel und Rose noch pimpen.
Gibt man Minze und Limette dran, mit einem Schuss Orange, so ist die Komposition nicht  so harmonisch, aber auch etwas weicher. Probiert hier einfach herum.

Die Waschwirkung von Kastanie ist ähnlich wie bei Waschnüssen. Häufig auftretende, alltägliche Aufgaben lösen sie, die harten Fälle leider nicht. Das ist aber auch ok so. Ich wollte noch mal andere Sachen zum Waschen ausprobieren und werde Euch mal darüber informieren. Was ich NICHT verwenden würde sind Waschnüsse. Die haben einen so großen ökologischen Nachteil und wirken sich schlecht auf die Regionen aus in denen sie produziert werden.

Ich habe aber schon eine Untersuchung in der Mache: Die Überlegung wäre, dass man einfach ein Kraut anbauen kann, dass schnell und einfach nachwächst und aus dem man sich quasi immer sein Waschmittel pflücken kann. Die Kastanien haben für mich einen großen Nachteil, nämlich das man sie nur einmal im Jahr ernten kann. Kommt man nicht zum Ernten, zum Beispiel weil man dann nicht in Deutschland ist, dann hat man das ganze Jahr kein Waschmittel.

Ich werde sowohl über meine Versuche, als auch über meine Recherche einen Artikel hier schreiben. Also seid gespannt. 

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